Dicke 60er Dorsche beim Schleppen

Der März 2016 beginnt mit richtig dicken Dorschen

Fehmarn, 27.03.2016

Ich habe in den letzten 14 Tagen einige Touren mit meinem Boot vor Fehmarn und in der Neustädter Bucht absolviert und viel auf Dorsch und Meerforelle geschleppt. Die ersten 2 Märzwochen waren dieses Jahr sehr mau und es wurde kaum Fisch gefangen. Seit Mitte März ist aber auf einmal der Schalter wie umgelegt und ich habe auf gleich mehreren meiner Touren Double-Hooks mit Dorschen erlebt, also Bisse an 2 Ruten gleichzeitig erlebt. Die Fische sind dieses Jahr unglaublich kampstark und sie stehen sehr gut im Futter. Und nicht ein Fisch hatte Laich im Bauch, obwohl die Laichzeit ja vom Kalender her noch andauert und bis in den April hinein geht. Es waren alles starke Küstendorsche mit schön weißem und festem Fleisch.

Manche Dorsche waren kaum an Bord, da kam mir erstmal eine handvoll Krebse aus dem Maul entgegen und im Magen fanden sich dann etliche weiterer Krebse und Tobiasfischchen. Auffällig ist dieses Frühjahr, dass die Dorsche teilweise jetzt schon, sehr konzentriert an bestimmten Stellen stehen, was ansich eher untypisch für diese Jahreszeit ist. Ohne einen guten GPS-Kartenplotter und ein Sonar wären trotz meiner perfekten Ortskenntnisse diese Fänge nicht möglich gewesen. Wir sind zwar noch weit von Sommerfängen mit 20, 30 und mehr Dorschen entfernt, aber 2016 beginnt schon richtig gut bisher. Und absolut geil sind eben die Fischgrößen von 60 cm und sogar bis ran an die 70 cm konnte ich schon fangen.
Ich habe bei mir im GPS diverse Unterwasserfelsen und richtige "Klamotten" abgespeichert, die mitunter 2 Meter hoch sind. Und genau an solchen Stellen beißen oft die Dorsche beim Überfahren mit dem Boot. Man kann sogar auf dem Sonar die Fischsicheln im Strömungsschatten der Steine regelrecht erkennen. Eine echt spannende Sache wie ich finde, denn wer sich ein wenig mit der Topografie und den Sedimenten der Ostsee beschäftigt, der weiß wie es dort unten aussieht. Da hat eine Wüste oft mehr zu bieten. Es gilt also interessante Stellen erst einmal aufzuspüren und sich zu erarbeiten. Und dazu braucht es Jahre, glauben Sie mir. Ich befische seit über 20 Jahren diese Gewässer und auch ich lerne bei jeder Ausfahrt neue Dinge dazu.
Bei einem kurzen Stop, wo ich zur Entspannung mal zur Spinnrute gegriffen habe, erwischte ich sogar einen 36er Plattfisch, eine Flunder, auf meinen Pilker. Das habe ich so auch noch nie erlebt, in den vielen Jahren meiner Ostseefischerei.

Fotos und Text: Jörn Wittenberg

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