Jagdfieber

Ostholstein, 04.06.2010

Kaum zu glauben! Keine 200 Meter vor uns kreuzte auf einmal eine schwarze Haiflosse an der Wasseroberfläche auf. Eine Haiflosse? Nicht ganz, ein Schweinswal zog in doppelter Wurfweite die Küste entlang. Ich habe in der Ostsee bereits öfters Schweinswale beobachten können, aber das war vom Boot oder früher vom Kutter aus. Diese Begegnung war meine Erste vom Strand aus und für Jürgen, Tobias und Olaf die allererste überhaupt! Zuerst traute keiner von uns seinen Augen so richtig und Tobi hatte am nächsten Tag auch gleich eine weitere "Erscheinung". "Hey Jörn, ein hochrückiger und recht breiter Fisch ist um mich herumgeschwommen, sah aus wie ein Brassen." Ok, Wolfsbarsche gibt´s im Bereich Fehmarn nicht, Brassen mit Sicherheit auch nicht und Meeräschen sind noch nicht da. Was war das also für ein Fisch? Wir einigten uns schließlich auf einen Seehasen. Dieser Fisch gibt u.a. den leckeren, nachgemachten Kaviar, den es bei einem großen Discounter zu kaufen gibt. Meerforellen gab es an diesem Wochenende auch einige, aber die trieben ihre Spielchen mit uns und ließen sich nicht zu einem Landgang überreden. Etliche Nachläufer bis vor die Füße und sogar Fische, die plötzlich neben uns auftauchten und an der Oberfläche plätscherten, ließen bei uns das Jagdfieber auflodern! Jeder fing seine Hornhechte und Jürgen konnte sogar noch einen Dorsch auf Blinker erbeuten. Und der biss mitten am Tage bei strahlendem Sonnenschein. Eine Weile werden uns die Hornis wohl noch in Atem halten und dann kommt die Zeit der Nachtfischerei im Sommer. Meefo, ich hör dir plätschern!



Fotos und Text: Jörn Wittenberg


Fangberichte

Dorsch Meerforelle

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